Giraffentraining

Sozialkompetenztraining               

in Klasse 3 der Grundschule Nellmersbach

Das Sozialkompetenztraining durch die Schulsozialarbeit in Leutenbach wird jedes Jahr in Klassenstufe 3 der Grundschulen in Nellmersbach und Leutenbach und in der Klassenstufe 2 in Weiler zum Stein durchgeführt.

Auch in diesem Jahr hat die dritte Klasse in 4 Doppelstunden gelernt, wie man die Giraffensprache –eine freundliche, deeskalierende Sprache – verwendet, wie man Konflikte erkennt und wie man seine eigene Wut wahrnimmt und sie abbaut.

Das Ziel dieser Trainingseinheiten ist es, die vorhandenen Ressourcen der Kinder aufzudecken, zu stärken und gemeinsam neue Handlungsalternativen zu erarbeiten.

Selbst komplexe Lösungsstrategien, wie sie die Giraffensprache anbietet, sind den Kindern größtenteils bekannt.

Die drei Merkmale der Giraffensprache:

1. Schritt: Ich sage dem anderen was mich stört ohne ihn zu beleidigen. (Ich-Botschaften senden)Eine Situation oder ein Vorfall wird beschrieben ohne zu werten oder die Situation zu beurteilen. Es sollte darauf geachtet werden einen Satz mit „Ich“zu beginnen. „Ich bin in die Pfütze gefallen als Hans mich gefangen hat.“

2.Schritt: Ich sage was ich fühle.Dem Anderen wird beschrieben wie man sich in der Situation gefühlt hat. An den eigenen Gefühlen kann niemand rumdiskutieren!„Ich war traurig, dass meine neue Hose dreckig wurde und ich habe gemerkt, dass ich wütend wurde.“

3.Schritt: Ich sage was ich mir wünsche.Dem Anderen wird mitgeteilt was für ein Verhalten man sich gewünscht hätte. Man bietet dem Gegenüber damit eine Handlungsalternative an, an die der Betroffene vielleicht gar nicht gedacht hätte.„Ich wünsche mir, dass du beim Fangen etwas vorsichtiger bist.“

Um diese Sprache im Alltag anwenden zu können, ist es von großer Bedeutung, dass sich die Kinder ihrer eigenen Wut bewusst werden. Sie müssen ihre eigene Wut verstehen, respektieren und sich bewusst machen, wie sie sie abbauen können, um überhaupt in der Lage zu sein die freundliche Sprache zu verwenden.

Auch Eltern können ihre Kinder dabei unterstützen z.B. indem sie den Kindern die Zeit lassen, die sie brauchen um „runter zu kommen“. So ziehen sich beispielsweise viele Kinder in ihr Zimmer zurück. Eltern sollten ihrem Kind diese Zeit geben – aber auch klar vereinbaren, wann darüber gesprochen wird!
Am besten wäre es, mit dem Kind in einem guten Moment abzusprechen, wie die Eltern damit Umgehen sollen und wann das Kind auch wieder aus dem Zimmer kommen soll um die Situation zu klären.

Jede/r kann sich im Alltag einmal selbst beobachten ob er in jeder Situation in der Lage ist die Giraffensprache zu sprechen.

Ich möchte mich an diese Stelle herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern für ihre tolle Mitarbeit danken!

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Robin Seitter
Schulsozialarbeiter

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